1. Grünauer Bierathlon
Zu Beginn dieses doch eher ungewöhnlichen Berichtes möchte ich mich an Sie wenden lieber Homepagebesucher. Auch wenn sowohl Titel, als auch Bericht, als auch Idee dieser Veranstaltung nur so vor übertriebenen Alkoholkonsum strotzen, möchte ich dennoch um Ihr Verständnis bitten. Bitte bedenken Sie, dass die Männer und Frauen, die an dieser Veranstaltung teilnahmen eine ganze Saison geschuftet haben und sich ihren Saisonabschluss redlich verdienten. Bevor Sie nun zu dem Schluss kommen, Ihr Kind sei eventuell nicht gut bei uns aufgehoben, möchte ich erwähnen, dass die Zahl der Zuschauer die Zahl der Teilnehmer übertraf. Zudem haben wir selbstverständlich darauf geachtet, dass unsere Teilnehmer das 16. Lebensjahr (Biertrinkalter) vollendet haben.
Bilder
Es ist Freitag, der siebente September und die Saison 2007 ist für die Mitglieder der Triathlonabteilung des SSCBG zu Ende. Die Feierlichkeiten beginnen an diesem Freitagabend, in dem wir der kreativen Abkürzung SSCBG wieder alle Ehre machen und zeigen, dass wir halt nicht nur die besten Triathleten Berlins sind, sondern auch halt Mitglieder im Saufsportclub Berlin Grünau.
Die Idee kam von Henry Matthias. Inspiriert von wenigen Mallorcaurlauben und einigen ähnlichen Veranstaltungen, wie dieser, dächte sich der gestandene Ironman, man solle doch einen Grünauer Bierkastenlauf einführen. Gesagt getan! Und so kam es, dass sich an diesem Abend 6 Teams zu einem Duell voller Spannung begegneten.
Das Prinzip klingt, unabhängig von der Ausführung betrachtet, erst einmal recht einfach. Ein Zweierteam bewaffnet sich mit einem Elferkasten reinen Bieres, Sorte nach freier Wahl, und absolviert einen 5 km Lauf, wobei dieser aus 1 km Runden besteht. Das 1. Bier muss sich geteilt werden, bevor der Lauf beginnt. Anschließend trinkt jedes der Teammitglieder pro abgeschlossenen Kilometer ein Bier.
Unsere Athleten traten in den unmöglichsten Klamotten auf und kamen mit zum Teil unmöglichen Biersorten an. Als sie an der Startlinie standen und ewig au den Beginn der Wettkampfbesprechung warteten, wurde ihnen immer kälter. Doch machten sie sich Hitze, mit Kümmerlingen. Als es um 10 nach 7 dann endlich zur Erläuterung des Wettkampfes kam, sie wurde kurz und knapp von Organisator Henry Matthias durchgeführt (Joa also, wir laufen 5 km und trinken den Kasten leer is ja klar oder?), war die Spannung schon ungemein hoch. Als klare Topfavoriten galten Henry Matthias und Nils Blumenthal alias Team Spittinger. Doch auch Jakob Herold und Georg Opitz (Miejahl) standen hoch im Kurs. Eher unrealistisch schien ein Sieg der Bieraten (Marco Lasczyk (Volker Mikaze) und Eik Sperling (Rudi Mentär)). Zudem präsentierten zwei Nachwuchsteams die hervorragende Nachwuchsarbeit des SSCBG (mehrfach von der BTU ausgezeichnet). Ronny Krüger und Alex Murrer, zwei mehr oder weniger inaktive Athleten starteten als die Analpeitschen. Für den Tus Neukölln starteten Christian Mohl und Enrico Hentschler, welche jedoch des Öfteren zum Training im Vereinsgelände kommen. Das einzige Damenteam bestand aus unseren Kampfamazonen Lydia Liebnitzky, Yvonne Fiedler und Laure Mannweiller.
Das Wettkampfgericht zählte von 10 abwärts. Bei fünf wurden natürlich die ersten Flaschen geöffnet , wie sollte es bei Triathleten auch anders sein, wenn Jemand sagt, ich zähle von 10 runter. Während der Nachwuchs seine auf Ex Trink Qualitäten unter Beweis stellte und nach 15 Sekunden den ersten Laufkilometer begann, ließ sich das Team Spittinger Zeit. Mit starker Verzögerung gingen auch die Damen auf die Laufstrecke (es dauerte nur etwa dreieinhalb Minuten). Und in der Reihenfolge, wie es losging, kamen die Teams dann auch zur ersten Flüssigkeitsaufnahme. Lediglich Team Spittinger hatte sich von Platz 5 auf Platz 2 hochgelaufen und verließ den Biergarten zum 2. Kilometer nur 30 Sekunden nach den Führenden. Der Rennverlauf blieb spektakulär wurde behindert durch einen Laster von Berliner Bürgerbräu (wie passend) und es kam letztlich zur Zielentscheidung. Team Spittinger und Miejahl kamen etwa zeitgleich nach Km 5 in den Biergarten und so kam es zur Trinkentscheidung. Diese konnte Team Spittinger jedoch mit drei Minuten Vorsprung für sich klarmachen. Unsere Jungteams wurden von Wettkampfrichterin Petra Harder mit 2 minütigen Zeitstrafen für das mutwillige Verschütten von Bier belegt (Alkoholmissbrauch!). Doch auch sie schafften es irgendwann recht schwankend ins Ziel und bedeckten den wunderschönen Vereinsrasen mit ihrem Mageninhalt. Und auch unsere Ladies schafften es und im Vergleich zu den Männern wirkten sie immerhin noch recht klar. Doch muss man ihnen zugute halten, dass sie für den ersten Platz der weiblichen Wertung wirklich bis zum Umfallen gekämpft haben!
Den Abend ließ man dann Ausklingen, indem Henry Matthias, das von ihm selbst als Siegprämie gekaufte Bierfass anschlug und großzügig verteilte. Im Anschluss ging es noch mal baden und duschen und in der Umkleide randalieren und nachdem man dann die Vereinsgäste fürs Leben fortgeekelt hatte, ging es irgendwann ins Bett. Und so freut man sich auch schon auf Teil II der Saisonabschlussfeier, nämlich morgen!
| 1. Grünauer Bierkastenlauf – 7.9.2007 | ||||||||
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| 5 km und 11 Flaschen | ||||||||
| Platz | Team | 1 km | 2 km | 3 km | 4 km | Endzeit | ||
| 1 | Team Spittinger | 6:00 | 11:48 | 19:21 | 31:49 | 43:03 | ||
| 2 | Miejahl | 5:30 | 11:44 | 20:45 | 32:09 | 46:28 | ||
| 3 | Die Bieraten | 7:11 | 18:08 | 32:17 | 41:05 | 49:29 | ||
| 4 | Die übertriebenen Übertreiber | 7:49 | 18:53 | 29:08 | 41:28 | 50:36 | ||
| 5 | Analpeitscher | 6:58 | 19:03 | 29:12 | 43:50 | 54:10 | ||
| 6 | Girls Club | 14:15 | 32:00 | 45:16 | 1:02:00 | 1:02:00 | ||











Am 9. September 2007 um 21:49 Uhr
Ein klasse Bericht, Abwechslung garantiert, danke!
Am 10. September 2007 um 23:07 Uhr
Ne, dazu schreibe ich keinen Kommentar !!
Am 10. Oktober 2007 um 09:30 Uhr
Der Bericht passt gut in das Fach “Satire” oder “was sonst noch passierte…”.
Sollte als solcher auch markiert, also “aufgemacht” werden. Das ist besser für Euer ansonsten nanspruchsvolles sportliches Heil!
Was die kommentarlos (!) präsentierten Bilder betrifft: Eine klasse Steilvorlage für Frank Wechsel!! Und: So untergräbt man sich seine eigene Souveränität. (Bietet doch mal derartiges der BILD-Zeitung an, natürlich als “Bilder aus der Berliner Triathlon-Szene”) – dann “kracht’s” vermutlich wirklich…
Georg
Am 13. Oktober 2007 um 14:44 Uhr
Wer die Satire im Beitrag nicht erkannt hat, der sollte nochmal oben anfangen zu lesen und nicht mit dem anonymen, erhobenen Zeigefinger rumlaufen.
Am 12. Juni 2009 um 00:59 Uhr
zu schatti und anonym…
das sind alles sportler die das ganze jahr für ihre ziele hart trainieren…wenn sie einmal im jahr so einen spaß machen sollte man das doch respektieren !