Bericht Berliner Meisterschaft Mitteldistanz
Am Sa, den 8.8.09 nahmen 3 Grünauer erfolgreich bei der Landesmeisterschaft im Mitteltriathlon (2km – 80km – 20km)teil.
Ergebnisse unter:
www.triathlon-service.de
1. Platz: Marcel Obersteller (3:45:36/ 29:50 – 2:01:17 – 1:14:29)
2. Platz: Zoltan Senczyszyn (3:47:23/ 41:13 – 1:53:13 – 1:12:57) Rückstand = 1:47min
3. Platz: Thoralf Berg (3:56:26/ 34:30 – 2:03:08 – 1:18:48) Rückstand = 10:50min
11. Platz: Rasmus Kornrumpf (4:19:06/ 38:48 – 2:08:56 – 1:31:22) Rückstand = 33:30min
23. Platz: Martin Kleinemas (4:42:42/ 43:46 – 2:21:01 – 1:37:55) Rückstand = 57:06min
Über die Olympische Distanz distanzierte unser Torsten Oppatt alle Mitstreiter seiner AK auf die nachfolgenden Plätze und finishte als 29ster (Gesamt) und Sieger in seiner AK in einer Zeit von 2:30:40h.
Glückwunsch an ALLE Grünauer Finisher.
Zum Erlebnis:
Der Wecker klingelte um 6h und eine nette Wetterfee verkündigte mind. 30 Grad und Sonne für den ganzen Tag ![]()
Super dachte ich, dann pack ich doch gleich noch eine Trinkflasche für den Wettkampf mehr mit ein.
Heute gehts um die Berlin- Brandenburgische Meisterschaft über die Mitteldistanz (2km Schwimmen + 80km Radfahren + 20km Laufen).
Die Pressemitteilung des Ausrichters war klar und deutlich:
“2xCottbus vs. 1xBerlin”
Thoralf Berg und Zoltan Senczyszyn vom TSV Cottbus gegen Marcel Obersteller vom SSC-Berlin Grünau.
Nachdem Marcel den Beiden beim Cottbus-Triathlon schon die Krone über die Kurzstrecke streitig machte und den Sieg mit nach Berlin nahm, sollten über die Mitteldistanz andere Namen ganz oben stehen!!!
Das war DRUCK, und zwar nicht nur morgens auf Toilette (Pssst).
Die Wetterfee behielt recht. Um 10h strahlte die Sonne schon in Ihrer ganzen Schönheit und Wolken waren nirgends zu sehen.
“Hast Du Dich auch gut eingecremet?” fragte meine Freundin.
“Wie? Was? Ich bin aufgeregt wie Mohammed Ali in der 9ten Runde gegen Georg Foreman!!! Da denke ich doch nicht ans eincremen!”
Aber ein Blick meiner Freundin reichte und ich zog freiwillig mein Oberteil wieder aus ![]()
“Ähhm, ich wollte Dich eh gerade fragen, ob DU mich eincremen kannst!” Grins!
Gut geölt ging es dann auch gleich viel leichter in den NEO, Grrrr!
Ich wußte, meine einzige Chance besteht darin, wie ein Fisch zu schwimmen, um mit mind. 4-5min Vorsprung auf Thoralf und Zoltan auf die Radtsrecke zu gehen.
Das Schwimmen war wie im Becken. Keine Wellen, Glasklares Werbellinsee-Wasser und ein gut einzusehender Kurs.
Nach 29:50min verliess ich mit dem ersten Staffelschwimmer das Wasser.
Schnell rauf aufs Rad und los!
Bis zur ersten 180°- Wende (3/ Runde = 6/ Gesamt) ging garnichts!
Entweder war mein Tacho kaputt oder meine Beine (PS: es waren natürlich die Beine).
Mein erster Verfolger war erfreulicher Weise Martin Hackmann mit ca. 4min Rückstand und anschl. kam Thoralf mit ca. 5min.
Bei Zoltan war ich mir erst nicht sicher, aber wenn meine Rechenkünste auch bei 110% Kraftanstrengung auch nur annähernd funktionierten, dann waren das locker 10min.
Das muss reichen, dachte ich.
Jetzt mußt Du alles geben, dachte ich, die werden auch mitgerechnet haben!
Bis zur zweiten Wende lief alles TOP. Ich gab ordentlich Gas und kam an den Staffelradfahrer vor mir wieder etwas ran.
Nach der zweiten Wende war der Druck leider so groß, dass ich schnell ins Gebüsch mußte (Sorry für die Zweideutigkeiten, hehe).
Mit einem Auge auf der Uhr und dem Anderem auf die Verfolger gerichtet saß ich nun da in der Abfahrtshocke!!! OK, Thoralf immernoch 5min und Zoltan ca. 9min.
Nach dem Zwischenstopp lief alles super und ich fuhr souverän führend in die zweite Wechselzone rein.
“TOLL, Marcel”, sagte ich zur mir und jetzt noch einen flotten 20er und färtisch iss der Lachs!
Die Laufstrecke war eine 2,5km Wendepunktstrecke mit einer kleinen und einer größeren Rampe (=>4x Klein + 4x Gross).
Überraschender Weise war Zoltan mit knapp 3min hinter mir der erste Verfolger und Er lief einen flotten Schritt.
Meine Beine hingegen liefen eher einen kleinen Schritt. Wieder hatte ich Probleme mit meinen hinteren Oberschenkeln. Jeder Schritt fühlte sich wie ein Krampf an.
“Egal Marcel, das wird schon! Bloß keine Panik!” redete ich mir zu.
“Lauf ganz kontinuierlich Deine 19min auf 5km und Dir kann nichts passieren!
Nach 10km drehte Zoltan auf! Innerhalb von 2,5km hatte Er ca. 40sec. auf mich gut gemacht und 2,5km später sogar eine ganze Minute!
Ohjeh, jetzt mußt Du doch mal richtig losrennen, dachte und schnieffte innerlich.
Kann der mich nicht ganz in Ruhe auslaufen lassen? Grrrr ![]()
Also nahm ich nochmal die Beine in die Hand und lief bis zur letzten Wende nochmal Anschlag.
Puh, der Abstand ist gleich geblieben. 2min Rückstand bei km 17,5.
Jetzt war klar, das schafft auch ein starker Läufer wie Zoltan nicht mehr, Ein Glück
Glücklich lief ich in 3:45:36h über die Ziellinie und sicherte mir den Zweiten Titel des Berlin- Brandenburgischen Meisters!
Beste Grüße
Marcel











Am 16. August 2009 um 15:05 Uhr
Gratulation zum nächsten Titel und wiedermal ein tolle Bericht!